Die Macht des Zucker

Zucker ist die Grundzutat für Zuckerwatte. Daher sollten wir uns näher damit beschäftigen, warum der Zucker bei uns so beliebt ist.

Die Macht der Süßigkeiten: Warum wir dem Zucker verfallen sind

Über alle Kulturen ist den Menschen bei der Nahrungsmittelauswahl eines gemein: Die Vorliebe für Süßes. Unter allen möglichen essbaren Nahrungsmitteln werden ziemliche wenige augewählt. Die Auswahl der Nahrungsmittel wird dabei von sozialen Erfahrungen gelenkt. Jede Gesellschaft hat Ihre eigene Nahrungsmittelpräferenz für bestimmte Lebensmittel, die eine Anpassung an die natürliche und soziale Umwelt bedeuten. Die Vorliebe für Süßes wird behauptet sei angeboren und der Geschmack muss nicht erlernt werden! Da Zuckerwatte aus der Zuckerwattemaschine aus purem Zucker besteht, ist die Vorliebe dafür nicht verwunderlich.

Es wird angenommen, dass der süße Geschmack Nahrungsmittel mit hohem Nährwert (4,1 kcal) impliziert und aus diesem Grunde sehr wichtig für das Überleben der Menschheit ist. Täglich werden 50 bis 60 % der Kalorien über Zucker bzw. Kohlenhydrate aufgenommen. Unangefochten ist, dass der Geschmack süß über Rezeptoren zum Nervensystem geleitet, die stärkste Geschmackempfindung hervorruft. Kinder wie auch Erwachsene merken sich solche Empfindungen und werden dadurch im Leben immer wieder gelenkt. Selbst bei den Primaten soll sich diese Empfindung sehr schnell entwickelt haben und ist uns bis heute noch inhärent. Gefährlich ist eine Ernährung, die in erster Linie sogenannte Einfachzucker oder Zweifachzucker (Monosaccharide bzw. Disaccharide) enthält. Hierdurch können Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel (Diabetes oder auch Pankreatitis) hervorgerufen werden.

Neugeborene bevorzugen sofort nach der Geburt süße Lösungen. Physiologisch gesehen ist die Vermittlung einer süßen Lösung nach der Geburt sinnvoll. Die Geburt bedeutet einen hohen Stressfaktor für das Neugeborene. Hierbei werden sehr viele von seinen knappen Energiereserven verbraucht.

Im Laufe des Lebens eines Menschen bestimmen vor allem das Milieu und ökonomische Faktoren die Auswahl von süßen Nahrungsmitteln (Pralinen, Konfekt vs. Eigenmarkenschokolade oder Bonbons). Interessant ist, dass die Geschmacksempfindung für Süßes im Laufe des Lebens eines Menschen abnimmt. Es wird zunehmend der Geschmack bitter wahrgenommen. Dies ist der Grund, weshalb Ältere Menschen zunehmend zu süßeren Lebensmitteln tendieren. Für junge Menschen und Menschen mittleren Alters wird diese Süße als zu süß wahrgenommen und eine Überreizung des Nervensystems bis hin zur Übelkeit verursacht. Dahingegen vertragen ältere Menschen bittere Lebensmittel weniger und nehmen diese Geschmacksrichtung nun verstärkt war. Fleisch wird aus diesem Grunde weniger und seltener konsumiert. Die Sensorik beeinflusst die Nahrungsmittelwahl sehr stark.