Kaugummi

Neben Bonbons und Lollies zählen auch Kaugummis zu den geliebten Schleckereien für Kinder. Kaugummis sind heute in allen denkbaren Geschmacksrichtungen erhältlich. In vielen Fällen wird Kaugummi zur Verbesserung des Atems benutzt und schmeckt nach Minze oder anderen erfrischenden Kräutern.

1. Zusammensetzung der Kaugummimasse

Kaugummi besteht, wie der Name schon sagt, aus einer gummiartigen Masse, auf welcher einige Stunden gekaut werden kann, ohne dass diese Masse zerfällt. Diese Masse besteht etwa zur Hälfte aus Zucker. Die restlichen Bestandteile ergeben sich aus Kunststoffen, welche die Kaumasse darstellen, Füllstoffen, Weichmachern und Feuchthaltemittel, so dass die Masse nicht porös wird. Aromen, Farbstoffe und auch Emulgatoren werden individuell je nach Marke und Geschmack zugesetzt.

2. Geschichte des Kaugummi

Schon vor vielen Jahren kauten die Menschen auf Stoffen, um die Zähne zu reinigen oder den Atem zu erfrischen. In der Steinzeit beispielsweise wurde auf Baumharz gekaut. Auch die alten Ägypter und Römer, sowie die Ureinwohner Süd- und Mittelamerikas (Inka, Maya) kauten traditionell auf verschiedenen Baumharzen. Dem zähen Saft des Breiapfelbaumes, auf welchem die Maya kauten, wurde seinerzeit eine beruhigende Wirkung nachgesagt.
Für den ersten richtigen Kaugummi wurde von dem Amerikaner John Curtis Jackson Fichtenharz als Grundstoff verwendet. Dieser startete seine erfolgreiche Kaugummiproduktion im Jahr 1848. Als Erfinder des Kaugummis gilt trotz allem Thomas Adams, der erstmals 1871 geschmacklose Latexkugeln verkaufte. Später wurde der Kaugummi in langen Streifen mit Einkerbungen verkauft. Durch diese Einkerbungen konnten Stücke zu bestimmten Preisen abgetrennt werden. Den ersten Kaugummi mit Aromastoffen verkaufte John Colgan im Jahr 1875. 1880 schließlich gab es den ersten Kaugummi mit Minzgeschmack.
Der wohl bekannteste Kaugummihersteller ist allerdings William Wrigley, welcher seit 1890 der erfolgreichste Hersteller von Kaugummi ist. Seit dieser Zeit ging der Kaugummikonsum ständig in der Höhe. In Deutschland wurde der Kaugummi im zweiten Weltkrieg durch die stationierten amerikanischen Soldaten bekannt.

3. Kaugummi heute

Durch das ständige Kauen wird beim Kaugummikauen die Durchblutung des Hirns angeregt und somit die Konzentrationsfähigkeit und Leistung des Hirns gesteigert. Zudem entspannt das Kauen von Kaugummi durch die Reizung der Nerven im Mundraum. Durch den hohen Zuckeranteil können bei eheblichem Kaugummikonsum allerdings die Zähne geschädigt werden.
Allerdings sind heute auch verschiedene zuckerfreie oder sogar Zahnpflegekaugummis erhältlich. Vor allem für Kinder sind Kaugummis interessant, mit denen man Blasen machen kann. Das Verschlucken von Kaugummi ist nur dann schädlich, wenn es ständig gemacht wird. Für sehr kleine Kinder ist Kaugummi nicht unbedingt geeignet.